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Besteuerung von Fondsanlagen ab 01.01.2018

Mit dem Beginn des nächsten Jahres wird das Investmentsteuerreformgesetz umgesetzt. Dadurch ändert sich die Besteuerung von Fondsanlagen zwar grundlegend, höhere Belastungen für Sie sind im Schnitt allerdings nicht zu befürchten. Positiver Effekt: Das neue System wird nach der Umstellung viele Sachverhalte vereinfachen.Investmentsteuerreform

Besteuerung auf Fondsebene
Während bislang Steuern nur auf Anlegerebene anfielen, zahlt ab 2018 bereits der Fonds Steuern auf bestimmte Einnahmen. Als Ausgleich dafür erhalten Anleger eine sogenannte Teilfreistellung ihrer Erträge. Bei Aktienfonds sind dann 30% der Erträge steuerfrei, bei Mischfonds sind es 15% und bei Immobilienfonds sogar 60 oder 80% (abhängig vom Auslandsanteil).

Teilfreistellung der Erträge auf Anlegerebene
Damit Fonds steuerlich als Aktienfonds, Mischfonds oder Immobilienfonds anerkannt werden, müssen diese bestimmte Anlagequoten in ihren Bedingungen festschreiben. Was bei Aktienfonds (Vorgabe: mindestens 51% Aktienquote) kaum ein Hindernis darstellt, muss bei Mischfonds von der Fondsgesellschaft überdacht werden:
Ein steuerlich als Mischfonds anerkannter Fonds muss ständig zu mindestens 25% in Aktien investiert sein. Der steuerliche Vorteil für den Anleger (Teilfreistellung der Erträge) wird dann durch eine geringere Flexibilität beim Fondsmanagement erkauft. Hier werden die Gesellschaften von Fonds zu Fonds abwägen und eine Entscheidung für jedes Produkt treffen müssen. Bei vielen Fonds werden die Bedingungen in diesen Monaten angepasst, so dass Sie in dieser Phase viele Informationen in Ihrem Online-Postfach bzw. postalisch erhalten.

Bestandsschutz für Altanlagen
Die bislang geltende Steuerfreiheit von Kursgewinnen aus Altanlagen (Fondsanteile, die vor 01.01.2009 erworben wurden) entfällt. Zukünftige Wertsteigerungen sind grundsätzlich steuerpflichtig. Aber Anleger erhalten einen Freibetrag von 100.000 Euro, so dass die meisten Altbestände in Kundendepots noch auf Jahre hinaus faktisch steuerfrei bleiben werden.

Steuerfreie Gewinne aus Altanlagen
Es hat sich bewährt, die Altanlagen zu halten (besonders bei den Aktienfonds). Von 2009 bis 2017 konnten dadurch hohe steuerfreie Gewinne erzielt werden, auch begünstigt durch die niedrigen Kurse im Finanzkrisenjahr 2008.
Da für die neue Freibetragsregelung (100.000 Euro) nur die Gewinne ab 01.01.2018 gerechnet werden, ist der Freibetrag durchaus wertvoll. Auch nach den neuen Steuerregeln macht es Sinn, die Altbestände weiterhin zu halten. Unsere Depoteinsicht wird entsprechend so angepasst, dass die Gewinne auf die Altanlagen direkt erkennbar sind.

Fondsanteile in ausländischen Depots
Unsere Kunden halten die Anlagen überwiegend bei deutschen Depotstellen. Das erweist sich jetzt als Vorteil. Es gab in der Vergangenheit unterschiedliche Gründe für eine Depotführung im Ausland (oft Luxemburg oder Schweiz). Manche Anleger halten daher auch heute noch Fondsanteile bei einer ausländischen Depotbank. Um zukünftig Aufwand und Kosten für eine korrekte Besteuerung zu minimieren und eine mögliche Doppelbesteuerung zu vermeiden, sollte darüber nachgedacht werden, die Fondsanteile noch 2017 auf ein inländisches Depot zu übertragen. Sprechen Sie uns bei Bedarf gezielt auf diesen Punkt an.

Weitere Informationen
Hier können Sie sich außerdem die BVI Broschüre Investmentsteuerform  -Investmentsteuerreform kompakt-, die zahlreiche weitere Fragen beantwortet, als PDF herunterladen. 


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